Hervorragende Formstabilität und Feuchtigkeitsbeständigkeit
Wie die thermische Modifikation den Gleichgewichtsfeuchtegehalt um bis zu 50 % senkt
Wenn Holz einer thermischen Modifizierung bei Temperaturen zwischen 180 und 230 Grad Celsius unterzogen wird, gewinnt es eine bemerkenswerte Maßstabilität, da die Hitze die Struktur der Zellen im Inneren verändert. Dies geschieht hauptsächlich durch den Abbau von Hemicellulose während der Verarbeitung. Hemicellulose ist der Bestandteil, der normales Holz so wasserabsorbierend macht. Nach der Behandlung nimmt das Holz im Freien etwa die Hälfte der Feuchtigkeit auf wie unbehandeltes Holz. Das bedeutet, dass es sich im Laufe der Zeit deutlich weniger ausdehnt und zusammenzieht – selbst bei ständiger Einwirkung von Regen, hoher Luftfeuchtigkeit oder starken Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Besonders interessant ist, dass die Hitze die Zellwände tatsächlich neu anordnet, um eine Art wasserdichte Schutzschicht zu bilden. Diese Schicht verhindert das Eindringen größerer Wassermengen, lässt jedoch gleichzeitig Wasserdampf auf natürliche Weise hindurchtreten. Die richtige Balance zwischen Wasserundurchlässigkeit und Atmungsaktivität ist für Materialien an Gebäudeaußenflächen von großer Bedeutung, da diese über Jahre hinweg haltbar sein müssen, ohne zu verrotten.
Echte Leistung in der Praxis: Minimale Verformung und Quellung in Küsten- und feuchten Umgebungen
Praxistests unter realen Bedingungen bestätigen diese Aussagen. Durch die thermische Modifikation dehnt sich die Verkleidung selbst bei hoher Luftfeuchtigkeit um weniger als 2 % aus. Das ist im Vergleich zu normalem, unbehandeltem Holz durchaus beeindruckend, das bis zu dem 5- bis 8-Fachen stärker anschwellen kann. Wir haben Installationen entlang von Küsten gesehen, bei denen das Material nach fünf Jahren Salzluft und Regen nahezu vollständig eben bleibt. Der Grund dafür? Das behandelte Holz nimmt praktisch keine Feuchtigkeit auf, wodurch lästige Probleme wie Verziehen und Rissbildung nicht auftreten. Die meisten druckimprägnierten Hölzer schützen lediglich die Oberflächenschicht; bei der thermischen Modifikation hingegen wird die Holzchemie durchgängig verändert. Dadurch verhält sich die gesamte Platte über Jahrzehnte hinweg konsistent und hält oft deutlich länger als 25 Jahre, ohne ausgetauscht werden zu müssen.
Natürliche Dauerhaftigkeit: Widerstandsfähigkeit gegen Fäulnis, Verrottung und Schädlinge – ohne chemische Zusätze
Holz, das einer Wärmebehandlung unterzogen wurde, bietet einen dauerhaften Schutz vor biologischem Schaden, ohne dass schädliche Chemikalien erforderlich sind. Wenn Holz einer Hochtemperaturbehandlung bei etwa 180 bis 230 Grad Celsius unterzogen wird, verliert es einen Großteil seines Hemicellulosegehalts sowie anderer Substanzen, die Pilze zum Wachstum benötigen. Dadurch wird das Holz praktisch in ein Material verwandelt, das keine mikrobielle Aktivität mehr unterstützt. Unabhängige Drittparteien bestätigen durch Tests, dass dieses Holz die EN-350-Klasse-1–2-Anforderungen erfüllt – die als höchste Stufe natürlicher Dauerhaftigkeit gelten. Damit zählt es zu den widerstandsfähigsten Hölzern der Welt, wenn es um Langzeitresistenz gegen Fäulnis geht.
Pilzwiderstand (EN 350 Klasse 1–2) durch Hemicellulose-Abbau bei 180–230 °C
Laborversuche zeigen, dass thermisch modifiziertes Holz bei Exposition gegenüber Coniophora puteana , der Referenzpilz für Braunfäule. Diese strukturelle Umwandlung ermöglicht einen zuverlässigen Einsatz über Jahrzehnte hinweg in feuchtebeanspruchten Anwendungen, bei denen herkömmliche Hölzer rasch zerfallen.
Nachgewiesene Termitenabwehr in Feldversuchen nach ASTM D143
Feldversuche gemäß ASTM D143 zeigen eine nahezu vollständige Termitenvermeidung:
- 98 % Überlebensrate nach fünf Jahren in aktiven unterirdischen Termitenzonen
- Kein struktureller Einfluss festgestellt an allen Küstenteststandorten
Kommerzielle Produkte senken die Termitenangriffsrate konsistent um 90 % gegenüber unbehandelten Nadelhölzern (Feld-Daten 2023). In Kombination mit ihrer Fäuleresistenz unterstützt diese chemiefreie Haltbarkeit eine nachgewiesene Nutzungsdauer von über 25 Jahren (FPInnovations, 2022) – mehr als das Doppelte der Nutzungsdauer herkömmlicher Nadelhölzer – und macht sie ideal für ökologisch sensible Anwendungen wie Süßwasserstege und Wohngebäudeaußenbereiche.
Langfristige ästhetische Leistung und UV-Beständigkeit
Gesteuerte Patinierung: Gleichmäßige silbergraue Vergrauung statt Oberflächenabbau
Wenn Holz thermisch behandelt wird, entwickelt es bei Sonneneinstrahlung eine ansprechende silbergraue Farbe statt der fleckigen Verfärbung, Risse an der Oberfläche und abgenutzten Fasern, wie sie bei normalem, unbehandeltem Holz zu beobachten sind. Der Grund für diesen gleichmäßigen Alterungsprozess liegt darin, dass die Wärmebehandlung das Lignin in der Holzstruktur stabilisiert. Dadurch wird das Holz deutlich widerstandsfähiger gegenüber UV-Schäden, ohne dabei seine Festigkeit einzubüßen. Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus dem geringeren Gehalt an Hemicellulose nach der Behandlung, wodurch bei Lichteinwirkung weniger Abbau stattfindet. Folglich bleibt das Holz dimensionsstabil und behält über viele Jahre hinweg ein ansprechendes Aussehen – ohne besondere Pflegemaßnahmen wie Schleifen, Beizen oder chemische Behandlungen.
Gesunkene Lebenszykluskosten durch geringen Wartungsaufwand und verlängerte Nutzungsdauer
nutzungsdauer von über 25 Jahren im Vergleich zu 10–15 Jahren bei unbehandelten Nadelhölzern (FPInnovations, 2022)
Die Verwendung thermisch modifizierten Holzes kann die Gesamtkosten für Außenverkleidungen erheblich senken – nicht nur, weil es eine längere Lebensdauer aufweist, sondern auch, weil es sich im Laufe der Zeit besser bewährt. Reguläre, unbehandelte Nadelhölzer müssen in der Regel nach 10 bis 15 Jahren aufgrund von Fäulnis sowie durch Ausdehnung und Schrumpfung verursachter Probleme ausgetauscht werden. Die thermisch behandelte Variante hält dagegen strukturell stand und behält ihr ansprechendes Erscheinungsbild über 25 Jahre hinaus. Was macht dies möglich? Die Behandlung verändert das Holz bis in seinen Kern hinein: Der Gehalt an Hemicellulose nimmt ab, die Cellulose wird kristalliner und das Lignin wird stabilisiert – all dies geschieht ohne Zusatz von Beschichtungen oder chemischen Zusatzstoffen. Laut einer 2022 von FPInnovations veröffentlichten Studie spart thermisch modifiziertes Holz im Vergleich zu herkömmlichen Nadelholz-Optionen insgesamt rund 40 bis 60 Prozent der Kosten – unter Einbeziehung der Materialkosten, der erforderlichen Arbeitsleistungen sowie der Entsorgungskosten für alte Materialien am Ende ihrer Lebensdauer. Damit stellt die thermische Modifikation eine ausgezeichnete Wahl dar, wenn man ein wertvolles, gleichzeitig aber wartungsarmes Material sowohl für große Gebäude als auch für kleinere Wohnhäuser sucht.
Inhaltsverzeichnis
- Hervorragende Formstabilität und Feuchtigkeitsbeständigkeit
- Natürliche Dauerhaftigkeit: Widerstandsfähigkeit gegen Fäulnis, Verrottung und Schädlinge – ohne chemische Zusätze
- Langfristige ästhetische Leistung und UV-Beständigkeit
- Gesunkene Lebenszykluskosten durch geringen Wartungsaufwand und verlängerte Nutzungsdauer

Produkte