Warum wärmebehandeltes Holz bei Außenverkleidungen besonders überzeugt
Verbesserte Resistenz gegen Fäulnis und Insekten durch thermische Modifikation
Die thermische Modifizierung verändert das Verhalten von Holz auf zellulärer Ebene, indem Zucker und Hemizellulose entfernt werden – diese stellen im Wesentlichen Nahrungsquellen für holzzerstörende Pilze und Insektenschädlinge dar. Der Prozess erfolgt durch Erhitzen des Holzes über 160 Grad Celsius und reduziert die Wasseraufnahme um etwa die Hälfte. Dadurch wird das Holz für Organismen, die es normalerweise im Laufe der Zeit abbauen würden, deutlich weniger attraktiv, wie eine Studie des USDA Forest Service aus dem Jahr 2022 zeigt. Was diesen Ansatz von herkömmlichen Druckimprägnierungen unterscheidet, ist die vollständige Verzichtbarkeit chemischer Stoffe. Stattdessen erfüllt modifiziertes Holz die Anforderungen der Haltbarkeitsklasse 1 gemäß den EN-113-Prüfungen – das bedeutet, dass es gegenüber normalem, unbehandeltem Bauholz eine um ca. 95 % höhere Resistenz gegen Fäulnis aufweist.
Überlegene Maßstabilität unter wechselnden Außenbedingungen
Wärmebehandeltes Holz behält über verschiedene Jahreszeiten hinweg eine zuverlässige Leistung, da sein Feuchtigkeitsgehalt mit rund 4 bis 6 Prozent deutlich niedriger ist als der von normalem, unbehandeltem Holz mit etwa 12 bis 15 Prozent. Unter beschleunigten Witterungsbedingungen durchgeführte Tests ergaben, dass mit Wärme modifiziertes Kiefern-Verkleidungsholz etwa 70 Prozent weniger Verziehungsprobleme (Cupping) aufwies und bei mehrfacher Aussetzung wechselnder Temperaturen von 60 Grad Celsius etwa 80 Prozent weniger Oberflächenrissbildung (Surface Checking) zeigte. Diese Stabilität beruht darauf, dass sich das Lignin im Holz während des Erhitzungsprozesses neu anordnet. Dadurch entstehen quasi natürliche, wasserabweisende Barrieren innerhalb der Holzstruktur, die die Aufnahme von Feuchtigkeit deutlich erschweren. Diese Eigenschaft macht wärmebehandeltes Holz besonders wertvoll für Bereiche, in denen die Luftfeuchtigkeit im Laufe des Jahres stark schwankt.
Vergleich der strukturellen Stabilität
| Eigentum | Gehaltetes Holz | Unbehandeltes Holz |
|---|---|---|
| Feuchtigkeitsgehalt | 4–6% | 12–15% |
| Widerstandsfähigkeit gegen Verziehen (Cupping) | 70%ige Reduktion | Basislinie |
| Oberflächenrissigkeit | 80 % Reduzierung | Basislinie |
Beste wärmebehandelte Holzarten für Außenverkleidungen
Thermisch modifizierte Eiche: Premium-Haltbarkeit und verwitterte ästhetische Wirkung
Eiche, die thermisch modifiziert wurde, zeichnet sich durch außergewöhnliche Langlebigkeit und visuelle Attraktivität bei Außenwand-Anwendungen aus. Was geschieht während der Verarbeitung? Die Wasseraufnahme wird um rund die Hälfte reduziert, das Holz bleibt langfristig frei von Verzug und Verbiegung, und es wird deutlich widerstandsfähiger gegenüber Pilzbefall und Insektenbefall. Im Laufe der Jahreszeiten entwickelt das Holz natürlicherweise jenen schönen silbergrauen Farbton, den viele Architekten schätzen – er wirkt authentisch und gealtert. Zwar ist der Anschaffungspreis im Vergleich zu herkömmlichen Holzprodukten höher. Doch gerade in Küstenregionen oder feuchten Gebieten überzeugt dieses Material mit einer Lebensdauer von deutlich mehr als zwanzig Jahren – was weniger Austausch- und Reparaturmaßnahmen bedeutet. Für alle, die Werkstoffe benötigen, die selbst unter extremen Witterungsbedingungen nicht verrotten, ist diese Eichenart langfristig einfach die logische Wahl.
Thermopine und Thermoradiata: Hochleistungsfähige, kosteneffiziente wärmebehandelte Holzvarianten
Bei engen Budgets bieten Thermopine und Thermoradiata im Vergleich zu Hartholzalternativen gute Preis-Leistungs-Verhältnisse, da sie typischerweise rund 30 bis 40 Prozent günstiger sind und dennoch eine solide Leistung erbringen. Diese Materialien stabilisieren sich bei einer Feuchte von etwa 6 %, was bedeutet, dass sie sich im Laufe der Jahreszeiten deutlich weniger ausdehnen und zusammenziehen als unbehandelte Hölzer. Die Erfüllung der Anforderungen an die Dauerhaftigkeitsklasse 2 macht sie für unterschiedliche Klimazonen gut geeignet, sofern regelmäßig gewartet wird. Handwerker schätzen ihr gleichmäßiges Maserungsbild, die einfache Bearbeitbarkeit beim Schneiden und Formen sowie ihre zuverlässigen Leistungsmerkmale, die die Planung größerer Außenprojekte vereinfachen. Für Bereiche mit starker UV-Belastung empfiehlt sich die Aufbringung einer atmungsaktiven Schutzbeschichtung, um die Farbe langfristig zu bewahren, ohne Feuchtigkeit im Holz einzuschließen – eine Erkenntnis, die viele Verarbeiter aus eigener Erfahrung gewonnen haben.
Ausgewogenes Verhältnis von Dauerhaftigkeit und struktureller Integrität bei wärmebehandeltem Holz
Wenn Holz einer thermischen Modifizierung unterzogen wird, erreicht es ein ziemlich gutes Gleichgewicht zwischen Resistenz gegenüber biologischem Schaden und Erhaltung seiner strukturellen Festigkeit. Das Verfahren wirkt, indem es Hemicellulose abbaut – jene Substanz, die im Wesentlichen dafür verantwortlich ist, dass Holz Feuchtigkeit aufnimmt – und gleichzeitig die Ligninbindungen verstärkt. Laut der Internationalen ThermoWood-Vereinigung aus dem Jahr 2023 kann diese Behandlung die Quellung um bis zu 50 % bis nahezu 100 % im Vergleich zu unbehandeltem Holz reduzieren. Durch diesen zweistufigen Prozess erzielen wir einen besseren Schutz vor Fäulnis und Insekten sowie eine deutlich verbesserte Maßstabilität. Zwar verliert das Holz während der Erhitzung etwas an Dichte – typischerweise etwa 10 bis 15 Prozent – doch brauchen Sie sich deswegen keine allzu großen Sorgen zu machen, da die Tragfähigkeit weitgehend erhalten bleibt. Die meisten wärmebehandelten Hölzer behalten rund 85 % ihrer ursprünglichen Festigkeit bei; strukturelle Auswirkungen auf die Formstabilität sind gering, in der Regel beträgt die dimensionsbezogene Änderung bei normaler Beanspruchung nicht mehr als 5 %. Für Anwender dieses Holzes als Fassadenverkleidung bedeutet dies, dass es über viele Jahre hinweg problemlos hält – ohne Verzug oder Rissbildung – und dass Schrauben auch nach wiederholter Einwirkung von Regen, Sonnenschein und den lästigen Temperaturschwankungen, mit denen wir alle vertraut sind, fest sitzen bleiben.
| Eigentum | Auswirkung auf die Langlebigkeit | Auswirkungen auf die Strukturintegrität |
|---|---|---|
| Verringerte Feuchtigkeitsaufnahme | 75–90 % Verhinderung von Pilzzerfall | ≈ 5 % Maßänderung |
| Hemicellulose-Abbau | Beseitigt Nahrungsquellen für Insekten | Erhält 85 % der ursprünglichen Festigkeit bei |
| Erhöhte Ligninbindungen | Widerstandsfähigkeit gegen UV-Zersetzung | Verbesserte Schlagzähigkeit |
Neue wärmebehandelte Holzsorten: Esche und Hemlock im Fokus
Praxisleistung von wärmebehandelter Esche und Hemlock in Fassadenprojekten
Ein Blick auf die tatsächlichen Ergebnisse aus fertiggestellten Verkleidungsinstallationen vor Ort zeigt, dass thermisch modifizierte Esche und Hemlock tatsächlich sehr gut abschneiden und im Laufe der Zeit nur minimaler Wartung bedürfen. Eschenholz wird in die Dauerhaftigkeitsklasse 1 eingestuft, was bedeutet, dass es gegen Fäulnis etwa 25 Jahre oder länger widerstandsfähig ist. Zudem verträgt es Feuchtigkeit recht gut und entwickelt mit der Zeit eine angenehme, warme braune Farbe – wodurch es im Vergleich zu den üblicherweise verwendeten tropischen Harthölzern eine gute ökologische Alternative darstellt. Hemlock weist ebenfalls ein besonderes Merkmal auf: Es bleibt besonders dimensionsstabil. Tests zeigen, dass es seine Feuchtigkeitsgehalte selbst bei stark wechselnden Jahreszeiten innerhalb eines Bereichs von etwa ±5 % hält; zudem verfärbt es sich im Laufe der Zeit natürlich zu einem eleganten silbergrauen Ton. Beide Hölzer neigen deutlich weniger zur Verzug- und Rissbildung als herkömmliche Nadelhölzer. Wir haben festgestellt, dass Hemlock insbesondere bei vertikaler Maserung hervorragende Ergebnisse erzielt. Auf Küstenbauwerken eingesetzte Fachhandwerker berichten, dass Hemlock auch bei täglicher Belastung durch salzhaltige Seeluft seine Festigkeit bewahrt. Die Esche hingegen scheint in feuchten Binnenregionen, in denen die Luftfeuchtigkeit das ganze Jahr über hoch bleibt, besonders gut gegen Pilzbefall gewappnet zu sein. Diese beiden Holzarten eröffnen Architekten neue Gestaltungsmöglichkeiten, um bei ihren Außenkonstruktionen sowohl ästhetische als auch leistungstechnische Anforderungen mithilfe wärmebehandelter Holzprodukte zu vereinen.

Produkte